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365 Tage Rennradwetter

Kategorie: 5 Dinge

5 Dinge über Verkehrsregeln beim Rennradfahren

Auch als Rennradfahrer muss man sich an die geltenden Verkehrsregeln halten, das ist nicht ein „Sollte“ oder „Könnte“ sondern ein „Muss“. Ich persönlich empfinde Rennradfahrer, die bei rot über eine Ampel brettern, Einbahnstraßen in falscher Richtung befahren oder den Gehweg für ihre Ausfahrten nutzen als inakzeptable Auswüchse unseres Sports!

Daher 5 Dinge über Verkehrsregeln für Rennradfahrer:

  1. Tempolimit & Geschwindigkeitsbegrenzung. Tempolimits wie 50 innerorts oder 100 Km/h außerorts gelten tatsächlich nicht für Rennradfahrer sondern ausschließlich für Kraftfahrzeuge. Bedeutet, man kann/darf hier tatsächlich schneller als „erlaubt“ fahren. Doch Achtung: Geschwindigkeitsbegrenzungen wie „Zone 30“ gelten sehr wohl auch für den Rennradler! Wer hier rasst verstößt gegen die StVO.
  2. Einbahnstraßen. Sehr beliebt und sehr falsch diese gegen die angegebene Fahrtrichtung zu befahren! Auch der Rennradfahrer muss sich an die Regeln halten und nur in vorgegebener Richtung die Straße nutzen (Ausnahmen sind dann gegeben, wenn sie mit Schildern signalisiert sind).
  3. Missachtung von Radwegen. Mit dem Rennrad einen viel genutzten Radweg zu befahren ist oft eine Qual. Doch die StVO kennt keine Ausnahme für Rennradfahrer. Das bedeutet, ist ein ausgeschilderter Radweg vorhanden muss man diesen auch mit dem Rennrad nutzen. Einzige Ausnahme: Ein Verband von 16 Rennradlern oder mehr. Die dürfen tatsächlich als Verbund nebeneinander auf der Straße fahren!
  4. Schild „Radfahrer absteigen“. Dieses Zeichen führt sehr oft und insbesondere an engen Stellen zu mancher Diskussion mit Fußgängern. Aber wichtig: Es ist nicht bindend und der Rennradfahrer muss nicht absteigen! Das liegt daran, dass es eigentlich kein offizielles Schild des StVO-Schilderkatalogs ist.
  5. Einfluss auf den Führerschein. Wenn ich wie die Wildsau mit dem Rennrad fahre, dann hat das keinen Einfluss auf meinen Autoführerschein. Falsch! Auch wenn die Strafen (Punkte in Flensburg) teilweise niedriger als beim selbem Delikt mit dem Auto ausfallen, es gibt Strafen bis hin zum Führerscheinentzug.

5 Dinge über Cyclocross

Diesen Winter war es soweit, ich wollte und musste etwas gegen das Winter-Down unternehmen und das musste über die normalen Rollen-Kilometer hinausgehen. Spinning im Fitnessstudio? Ehrlich nicht mein Ding! Rennrad auf der Straße bei Schnee? Nur bedingt empfehlenswert. Die/meine Lösung: ein Cyclocrosser!

Daher 5 Dinge über Cyclocrosser:

  1. Der Preis ist heiß. Kosten „normale“ Rennräder bereits eine Menge Geld, so sind Cyclocrosser nochmals in einer anderen Liga. Mit einer ordentlichen Ausstattung (z.B Ultegra) muss man locker 500-800€ mehr hinlegen als bei einem RR.
  2. Canti oder Disc. Eigentlich gibt es keine ordentlichen Cyclocrosser mit Cantileverbremsen (mehr). Disc scheint hier der Standard zu sein. Schade, denn für einen zweiten Laufradsatz für die Straße braucht man dann eben identische Systeme und kann nicht mal so schnell durchwechseln.
  3. Schnee, sicher! Bin ich nie mit dem Rennrad im Schnee gefahren (Sturzgefahr!!!), so gab es mit dem Cyclocross kein halten mehr. 20 Zentimeter Neuschnee, kein Problem! Insofern für mich die top Lösung für den Winter.
  4. Verschleiß und Pflege. Gilt es beim Rennrad Hauptsächlich Staub zu beseitigen und den Antrieb ordentlich zu warten, so kommt beim Cyclocross doch eine Menge mehr Dreck und dadurch auch viel Verschleiß auf Antrieb und Bremsen. Nach ca. 4-5 Monaten war der erste Wechsel fällig und ich befürchte dass die Laufräder auch nicht ewig halten.
  5. Unterschiede zum Rennrad. Angefangen bei der kürzeren Rahmengeometrie über die Bremsen bis hin zur Kurbel, ein Cyclocross ist (k)ein Rennrad wie gewohnt. Es ist definitiv das universellere Rennrad, 150 Kilometer würde ich dennoch nicht damit fahren.

5 Dinge über Radtraining auf Mallorca

Ich bin vorgestern von einem einwöchigen Radtraining von Mallorca zurückgekehrt und die Eindrücke sind beeindruckend gewesen. So einen Saison-Start hatte ich noch wie weil?

5 Dinge über Radtraining auf Mallorca:

  1. Optimale Temperaturen für den Saison-Start. Mit durchschnittlich 20-25 Grad und Sonnenschein ist der April der beste Monat um auf Mallorca die Rennrad Saison zu beginnen. Fährt man hier noch in langer Hose herum, geht es auf den Balearen bereits im kurzen Trikot gut los (zumindest am Nachmittag).
  2. Rennradfahrer in Massen. Ich habe ausserhalb einer Rennrad-Veranstaltung noch niemals so viele Rennradler auf einem Haufen gesehen! Besonders rund um Allcudia ist die Dichte so hoch, dass man keine Strasse ohne Rennradfahrer findet. Besonders extrem ist der Col de sa Bataia, der nur am frühen Morgen einsam zu befahren ist.
  3. Mit oder ohne eigenes Rennrad. Es gibt diverse Anbieter für Rennrad-Verleih und mit einer Reservierung von Zuhause aus bekommt man immer das passende Bike. Die Räder sind ok jedoch so, dass auch der 130-Kilo-Mann fahren kann. Leichte Laufräder sind anders!
  4. Hohe Berge und steile Pässe inklusive. Der Grossteil der Kilometer fährt man in der Ebene zwischen Allcudia und Palma de Mallorca. Die Bergkette im Norden von Mallorca bietet jedoch mit Coll de Sóller, Coll de Cals Reis oder Coll de sa Bataia hervorragende Pässe mit teilweise über 13 Km länge. Fast Alpen-Feeling!
  5. Ohne Vorbereitung für die Vorbereitung geht’s nicht. Das gros der Radler pedaliert eher gemütlich über die Insel, will man jedoch einen echten Trainingseffekt mit nach Hause nehmen sollte man mindestens 500-1000 Km in den Beinen haben. So präpariert kann man in einer Woche gute 500-800 Km seinen Jahreskilometern hinzufügen.

Ein Radtraining auf Mallorca gehört zu den besten und bei gutem Wetter auch schönsten Saison-Starts überhaupt. Bucht man frühzeitig und günstig, so kommt man sogar mit 500-700€ inklusive Flug und Rad für eine Woche zurecht!

5 Dinge über das Training in der Gruppe

Die meisten Rennradler trainieren allein und eher selten sieht man mal eine Gruppe (>= 3 Radler) und dann sind diese häufig aus dem Vereinsbereich. Warum ist das so?

5 Dinge über das Training in der Gruppe:

  1. Allein mit sich sein gehört einfach dazu! Ich fahre unter anderem Rennrad, weil ich hier über Stunden mit mir allein bin, meinen Kopf frei bekomme und nach dem Training mit vielen (neuen) Eindrücken viel entspannter in den Alltag gehen kann. In einer Gruppe ist man nicht allein ;-).
  2. Der innere Schweinehund lässt sich in der Gruppe viel besser zur Strecke bringen. Trifft man sich regelmäßig besteht ein gewisser Gruppendruck am Training teilzunehmen und auch auf den Touren selbst ist ein Druck manchmal nicht schlecht. Hätte man diesen Berg alleine wirklich angegangen?
  3. Inhomogene homogene Gruppen sind wichtig und die Vielfalt in der Gruppe zählt. Das heißt, dass es ruhig stärkere und schwächere Fahrer, Bergziegen und Zeitfahrer in einer Gruppe geben darf. So kommt Abwechslung rein, man fährt nicht immer die selben Strecken und kommt aus der eigenen Komfortzone heraus.
  4. Respekt für die Leistung eines jeden Einzelnen sollte der Maßstab der Gruppe sein. Fährt man nur unter dem Konkurrenzgedanken oder dafür es den anderen „zu zeigen“ wird die Gruppe nicht lange bestehen. Es macht jedem nur Spaß wenn er das Gefühl hat unabhängig seines Trainingslevels aufgenommen zu sein.
  5. Gemeinsame Ziele stecken verbindet ungemein, denn diese Ziele nivellieren die Gruppe. Die Starken müssen sich zurücknehmen, die Schwächeren die Herausforderung annehmen. Was gibt es besseres als gemeinsam ein Jedermann-Rennen oder eine tolle Alpenausfahrt gemeistert zu haben?

Meine Empfehlung: Fahrt alleine (macht ihr wahrscheinlich ja so oder so) und sucht euch dennoch auch ein paar Leute zur gemeinsamen Ausfahrt. Mein Verhältnis Allein:Gruppe liegt bei 5:1

5 Dinge über das Saisonende

Die Tage werden kürzer und eine Ausfahrt nach der Arbeit endet fast zwangsläufig im Dunkeln. Spätestens beim den ersten reifglatten Straßen oder dem ersten Schnee ist Ende mit der Radsaison.

5 Dinge über das Saisonende:

  1. Das Ende ist nicht das Ende, denn wer weiß ob man nicht im späten Oktober oder doch noch im November oder sogar noch im Dezember den einen oder anderen schönen Tag für eine letzte Ausfahrt findet.
  2. Das Rennrad will gepflegt sein und besonders nach einer letzten Herbstausfahrt ist das Rad schmutzig und nass. Vor dem Winterschlaf muss das Rad gründlich gesäubert, alle beweglichen Teile mit Kriechöl behandelt, die Kette geölt und je nach Können Steuersatz und weitere Lager abgeschmiert werden. Ein Radständer sorgt für belastungsfreien Stand der Laufräder über die kommenden 2-3 Monate.
  3. Kontrolliert Gewicht halten ist jetzt notwendig. Die Muskeln bauen sich leider ab, Fett dagegen lagert sich ein. Da passiert es schnell, dass man zuerst scheinbar gleich viel wiegt und dann plötzlich mit 2 Kilo über Normal Null dasteht. Regelmässig auf die Körperfettwaage macht wachsam.
  4. Alternative Sportarten suchen ist einer der wichtigsten Punkte. Denn es ist weder gesund von Maximalleistung auf Null zu reduzieren noch wird der Saisonstart im kommenden Frühjahr ohne Zwischentraining leichter.
  5. Einfach mal entspannen muss auch gelernt sein. Nach mehreren 1000 Jahreskilometern sollte man dem Körper auch mal eine Auszeit gönnen, ihn regenerieren lassen und sich was gutes tun. Geht doch mal in die Sauna oder zur Massage!

5 Dinge über den Saisonstart

Spätestens zum Frühlingsanfang wird es Zeit um raus auf die Straße zu gehen und den Rennrad Saisonstart anzugehen.

5 Dinge über den Saisonstart:

  1. Der Start ist nicht der Start, denn man sollte nicht erst auf dem Rad sitzen wenn die Temperaturen im zweistelligen Bereich liegen. Besser ist es z.B. mit Rollentraining die Form des letzten Jahres -halbwegs- zu halten.
  2. Kombinierbare Radklamotten sind bei 5 Grad am Morgen bis 18 Grad am Nachmittag wichtig um nicht zu frieren oder zu schwitzen. Mit Bein- und Armlingen, Helmmütze, Windstopper mit abnehmbaren Ärmeln, Überschuhen und langen Radhandschuhen ist man gut ausgestattet.
  3. Gewichtsreduzierung ist nicht erst Thema zum Saisonstart. Am Besten hält man sein Gewicht nach Saisonende halbwegs konstant um bereits im Januar wieder an seinem „Kampfgewicht“ zu arbeiten. Nichts ist schwerer am Rennrad als der Fahrer!
  4. GA 1(Grundlagenausdauer 1) sollte der Trainingsbereich für den Saisonstart sein. Die ersten 1-2 Monate trainiert man mit 60–70 % des Maximalpulses und sollte nicht gleich voll losbolzen. So schafft man die Basis für die Herausforderungen im Sommer.
  5. Fahrrad-Wartung darf man nicht vernachlässigen. Oftmals holt man das Rad zum Start der Saison so aus dem Keller wie man es im Winter einstellte. Putzen, Schmieren, Reifen auf Risse und Druck prüfen, Kettenspannung und Bremsbeläge kontrollieren und Schaltung und Bremsen auf einwandfreie Funktion testen ist das Minimum der Checkliste.

Aller Anfang ist schwer! Daher sollte man es zum einen nicht gleich übertreiben und zum anderen nicht frustriert sein, wenn man nicht gleich den 30-er Schnitt fahren kann. Viel Spaß beim Saisonstart 2011!

5 Dinge über’s Wintertraining

Es wird kälter, nasser und dunkler draußen und die schönen Trainingstage bei 28 Grad und Sonnenschein sind vorbei! Wie bekommt man jetzt nur die Kondition über den Winter?

5 Dinge über’s Wintertraining:

  1. Warme Kleidung ergibt sich von selbst bei diesen Temperaturen. Besonders wichtig sind jedoch gute, wasserdichte Überschuhe, Radhandschuhe und eine leichte Helmmütze, die über die Ohren geht.
  2. Winterrennrad hört sich an wie Luxus, zahlt sich aber komplett aus. Dreck, Nässe und Salz greifen das Rad an und ein Sturz ist auf nasser, laubbedeckter Fahrbahn wahrscheinlicher. Der teure Karbonflitzer für den Sommer dankt euch die Ruhepause.
  3. Reflektoren & Beleuchtung sind lebenswichtig. Besonders wenn man familär bedingt auch im Winter wochenends um 6 Uhr auf die Straße geht.
  4. Rollentraining ist die Alternative, wenn es mal wirklich nicht mehr geht. Dann also, wenn es aus Kübeln schüttet oder Schnee & Eis das Fahren unmöglich macht. Leider ist die Rolle nie so effektiv wie die Straße.
  5. Alternative Sportarten wie Joggen, Wintersport oder Schwimmen können helfen die Form zu bewahren. Ein MTB könnte auch bei widrigsten Bedingungen zum Einsatz kommen.

Neben all diesen Punkten ist die Motivation das am schwierigsten zu realisierende Element. Dafür hab ich leider noch keine Lösung gefunden und bin daher auch diesen Winter gespannt wie fit ich bleibe!

5 Dinge über Widerstände

Fahrradhelm

Rennradfahren ist der Sport mit & gegen Widerstände. Permanent muss man dagegen ankämpfen, für manche Widerstände gibt es Abhilfe, mit anderen darf man leben.

5 Dinge über Widerstände:

  1. Luftwiderstand ist der ständige Begleiter des Rennradfahrers und so gilt es, sich möglichst klein auf dem Rad zu machen. Ich habe es mir angewöhnt auf gerader Strecke mit den Händen am Unterlenker zu fahren (machen seltsamerweise nicht sehr viele).
  2. Rollwiderstand findet zwischen Mantel und Straße statt. Deshalb gilt die Reifen wenn möglich immer zwischen 8-10 bar aufpumpen. Das ist zwar manchmal nicht so bequem, 0,5 bis 1,5 Km/h mehr im Schnitt sind aber dadurch möglich.
  3. Reibungswiderstand findet hauptsächlich am Antrieb statt. Einfach mal probieren beim stehenden Rad die Pedale frei im Leerlauf drehen zu lassen. Na, wie oft drehen die sich? Kette und Schaltung -besonders die kleinen Schaltungsrädchen- sauber und von Kettenfett-Blaque frei halten und die Kette nur leicht einölen hilft.
  4. Bremswiderstand ist der einzig Nützliche beim Rennradfahren. Wichtig aber ist, dass die Bremsgummis nicht abgefahren sind und plan aufliegen und die Bremsflächen der Laufräder sauber und glatt sind.
  5. Motivationswiderstand auch Innerer Schweinehund genannt. Keine Sitzposition, kein Pumpen und Schmieren hilft gegen diesen Widerstand. Er verschwindet aber sofort, so bald man auf dem Rad sitzt und fährt.

Jeder Widerstand hat auch etwas gutes, denn ohne den einen oder anderen wäre unser Sport nur halb so schön. Widerstand ist also doch nicht zwecklos!

5 Dinge über Radwege

Wo soll man am besten als Rennradfahrer fahren? Auf der Straße, auf dem Gehweg oder gar auf dem Radweg? Radwegen befreien die Auto- von Radfahrern und den Rennradfahrer von seiner erhofften Durchschnittsgeschwindigkeit.

5 Dinge über Radwege:

  1. Radwege müssen laut Straßenverkehrsordnung (StVO) von jedem Radfahrer -auch Rennradler- genutzt werden. Voraussetzung: es muss einer da sein!
  2. Radwege enden viel zu oft im Nirgendwo. Das heißt entweder wieder auf der Straße, einem Feldweg oder Schotterweg und für den Rennradfahrer somit im Nichts!
  3. Radwege biegen allzu oft im 90° Winkel ab, besonders an (Straßen-) Kreuzungen und lustig unübersichtlichen Stellen.
  4. Radwege sind immer ungepflegter als die daneben liegende Straße. Kiesel, Müll, Erdklumpen und Glasscherben sind der allgegenwärtige Begleiter.
  5. Radwege sind saugefährlich, da sich auf ihnen alles tummelt was Rücksicht nur immer auf sich selbst bezieht (Seniorengruppen, Großfamilien, Nordic Walking Ausprobierer und ganz beliebt: fettleibige Lenkerradio-Nutzer, die zu 3 nebeneinander fahren!

Warum also sollte man als Rennradfahrer diese Ausgeburt der Bürokratie nutzen? Weil Radwege manchmal leider die einzige Alternative zur völlig überfüllten Landstraße mit Sonntagsfahrern sind!

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